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Sie
sprach: Eines hat mich oft erstaunet Eines hat mich oft erstaunet,
Liebste! wenn die Fremden nah'n, Wie du scherzen frohgelaunet
Kannst, als sei dir nichts getan. Durch die tausend Nichtigkeiten
Förmlicher Geselligkeit Weißt du heiter hinzugleiten,
Rechts und links Aufmerksamkeit. Ist dir nicht, seit du empfangen
Diesen Himmel in der Brust, Für die Welt der Sinn vergangen
Und für ihren Tand die Lust? Liebste! mir, seit ich getrunken
Habe deinen heil'gen Kuss, Ist das Irdische versunken Und die
Welt ein Überfluss. Sie zu sehen, sie zu hören, Ihr
geseh'n, gehört zu sein, Kann nur das Bewusstsein stören,
Dass ich lebe dir allein. Lass mich diese Last nicht tragen Mit
den Andern umzugeh'n, Denen ich doch nicht darf sagen, Wie durch dich
mir ist gescheh'n. Aber du vermagst im Herzen Tief zu bergen
dies Gefühl, Außen munter fort zu scherzen In dem muntern
Weltgewühl. Friedrich Rückert 1788-1866
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