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Wegewart
Es wartet ein bleiches Jungfräulein Den Tag und die dunkle
Nacht allein Auf ihren Herzliebsten am Wege, Wegewart! Wegewart!
Sie spricht: und wenn ich hier Wurzeln schlag' Und warten soll bis zum
jüngsten Tag, Ich warte auf ihn am Wege, Wegewart! Wegewart!
Vergessen hat sie der wilde Knab', Und wo sie gewartet - da fand sie
ihr Grab.- Ein Blümlein sprießet am Wege, Wegewart!
Wegewart! Der Sommer kommt und der Sommer geht, Der Herbstwind
über die Heide weht, Das Blümlein wartet am Wege; Wegewart!
Wegewart! Julius Wolff 1834-1910
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