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Liebesgedichte:
Sehnsucht |
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Nähe
der Fernen Oft bei Tage möcht' ich weinen, Daß
ich dir so ferne bin, Seh' ich weit die Sonne scheinen Über Berg
und Tale hin. Aber kommt die Nacht gegangen, Hehr und mild, mit
leisem Schritt, Nimmt der Tag die hohen, langen Berg und Täler
alle mit. Und die Erde ist verschwunden, Nur der Himmel ist noch
da; Alles Ferne ist verbunden, Alles Liebe ist sich nah. Und
ich fühle ganz den Segen Deiner Näh' in stiller Lust; Und mir
ist, als ob wir lägen Beid' an einer Mutter Brust. Ludwig Pfau
1821-1894
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