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Liebesgedichte:
romantische Gedichte |
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Dein
Leben war mir schmucklos vorgekommen Dein Leben war mir schmucklos
vorgekommen, Ich glaubte mich berufen, es zu schmücken. Erst
schien der schöne Schmuck dich zu beglücken, Dann kam mir's vor,
als mach' er dich beklommen. So sei der Schmuck dir wieder abgenommen;
Was soll er deinen zarten Busen drücken? Und unbarmherzig will ich
ihn zerstücken; Dient er dir nicht, wozu könnt' er mir
frommen? Doch du erholst dich schon von deinem Zagen, Du fühlst
dich stark, den Himmel meiner Lieder Nun auf dem Atlas deiner Brust zu
tragen. Die Sonnen, die Plejaden zieh' ich nieder, Und schmiegen will
sich auch mit Wohlbehagen Der Mond als Spang' um deine süßen
Glieder. Friedrich Rückert 1788-1866
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