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Liebesgedichte:
Liebeslieder |
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Immer
dacht' ich, Liebste, dass Immer dacht' ich, Liebste, dass
Deines Dichters Lieben Völlig von des Liedes Maß Sollte sein
umschrieben; Dass du nichts so tief, und nichts Ich so hoch
empfände, Was in Schranken des Gedichts Seinen Platz nicht
fände. Liebste! heut erkenn' ich doch, Dass ein Lied nicht
reichet An die Liebe, die ihm hoch Himmelein entweichet. Was ich
heut', der Welt geheim, Dir vor Gott geschworen, Schwören
könnt' ich's nicht im Reim, Noch vor Menschenohren. Darum
fürchte nun auch nicht Zaubertrug und Welle! Treten kann nicht ein
Gedicht An der Liebe Stelle. Nicht, die Liebe selbst zu sein, Mag
dem Liede glücken, Sondern sein Beruf allein Bleibt, ihr Kleid zu
schmücken. Friedrich Rückert 1788- 1866
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