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Nun
muss ich dich, du Teure, lassen Nun muss ich dich, du Teure,
lassen, Und blieb mir keine andre Wahl, So lass noch einmal dich
umfassen - O einmal noch, zum letzten Mal! In deinen Armen lass
mich liegen Und, wie der Kelch im Sonnenstrahl, In deinem holden
Blick mich wiegen - O einmal noch, zum letzten Mal! An deinen
Busen lass mich sinken Und durst'ge Küsse ohne Zahl Von deinen
süßen Lippen trinken - O einmal noch, zum letzten Mal!
Lass mich ins tiefste Herz dich drücken, Mit dieser Stunde
sel'ger Qual Will ich mein ganzes Leben schmücken - O einmal
noch, zum letzten Mal! Ludwig Pfau 1821-1894
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