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Liebesgedichte:
Abschiedsgedichte |
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Das
ist im Leben hässlich eingerichtet Das ist im Leben
hässlich eingerichtet, Dass bei den Rosen gleich die Dornen
steh'n, Und was das arme Herz auch sehnt und dichtet, Zum Schlusse
kommt das Voneinandergehn. In deinen Augen hab' ich einst gelesen, Es
blitzte drin von Lieb' und Glück ein Schein: Behüt' dich Gott! es
wär so schön gewesen, Behüt' dich Gott! es hat nicht sollen
sein! Leid, Neid und Hass, auch ich hab' sie empfunden, Ein
sturmgeprüfter, müder Wandersmann. Ich träumt' von Frieden
dann und stillen Stunden, Da führte mich der Weg zu dir hinan. In
deinen Armen wollt' ich ganz genesen, Zum Danke dir mein junges Leben
weih'n: Behüt' dich Gott! es wär zu schön gewesen!
Behüt' dich Gott! es hat nicht sollen sein! Wolken fliehn der
Wind saust durch die Blätter; Ein Regenschauer zieht durch Wald und
Feld, Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter; Grau wie der Himmel,
steht vor mir die Welt. Doch wend' es sich zum Guten oder Bösen,
Du schlanke Maid, in Treuen denk ich dein: Behüt' dich Gott! es
wär zu schön gewesen, Behüt' dich Gott! es hat nicht sollen
sein! - Joseph Viktor von Scheffel 1826- 1886
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